
Prof. Dr. Scola
Facharzt für Innere Medizin* |

Dr. Trettel
Facharzt für
Dermatologie** |
Nach einer eingehenden Beratung erfolgt die Besprechung der
für Sie am besten geeigneten Therapie.
Wir können Ihnen sämtliche Behandlungsmethoden durch
unsere Spezialisten (Fachärzte für Dermatologie,
Chirurgie, Innere Medizin) anbieten.
Was ist Hyperhidrose?
Ganz allgemein bezeichnet man damit vermehrtes Schwitzen beim
Menschen. Ausgelöst wird es durch physiologische oder
emotionale Reaktionen des Körpers auf bestimmte Umstände.
Physiologie:
Der Körper reagiert mit vermehrtem Schwitzen, um die
Temperatur des Körpers zu regulieren, beispielsweise
bei hohen Außentemperaturen, Muskelarbeit oder auch
Fieber und konstitutionell bedingtem Übergewicht.
Emotional:
Einige Menschen reagieren auf Stress mit vermehrtem Schwitzen.
Dieser Effekt kann verstärkt werden durch Konsum von
Nikotin und / oder Koffein.
Man unterscheidet drei verschiedene Schweregrade der Hyperhidrose.
Betroffen von Hyperhidrose allgemein scheint ein großer
Teil der Bevölkerung:
Laut einer Untersuchung des Robert Koch Institutes, die im
Bundesgesundheitsbericht „Gesundheitsbericht für Deutschland
1998“ veröffentlicht wurde, steht „starkes Schwitzen“
an vierter Stelle der am häufigsten genannten Beschwerden,
hinter
Rücken- und Nackenschmerzen.
An schwerer Hyperhidrose (Stufe III) leidet etwa ein Prozent
der deutschen Bevölkerung.
Aluminiumhaltige Cremes
Creme oder Lösung wird auf die betroffenen Körperteile
aufgetragen.
Je nach Körperteil ist eine 10- bzw. 20 prozentige Lösung
am wirkungsvollsten. Die Salze des Aluminiums reagieren mit den Stoffen im Schweiß
und bilden kleine Klümpchen, die die Schweißdrüsenöffnungen
in der Haut verschließen.
Anwendungsintervall:
Anfangs täglich, später zwei bis drei mal pro Woche.
Bei einigen Patienten führen die Cremes zu Hautirritationen.
Für Hände und Füße ist diese Methode
nur bedingt einsetzbar, da die Lotion schnell abgerieben wird.
Kann auf Kassenrezept verschrieben werden und wird erstattet.
Nachteil:
Diese Cremes können Textilien schädigen und Flecken
hinterlassen,
die nicht mehr zu entfernen sind.
Iontophorese
Hier wird ein schwacher Strom durch ein Wasserbad geleitet,
in das Hände und Füße getaucht werden. Die
Dauer beträgt ca. 15-20 Minuten je betroffenem Körperteil.
Dies ist für die Achselhöhlen nur bedingt sinnvoll
- hier kann man zwar Schwämmchen einsetzen, durch die
der Strom geleitet wird, ist aber als Methode für die
Achselhöhlen oft nicht ausreichend.
Anwendungsintervall:
Zu Beginn der Therapie drei bis vier Mal die Woche, später
ein bis zwei Mal.
Nachteil: Ist sehr zeitaufwendig. Die Wirkung lässt innerhalb
von sieben Tagen nach, wenn man mit dem Baden aussetzt. Hautreizungen
sind möglich.
Während der Schwangerschaft sowie für Patienten
mit Herzrhythmusstörungen oder Herzschrittmachern nicht
geeignet.
Bei etwa 30 Prozent der Patienten nicht wirksam. Bewertung Iontophorese:
Eine gute Therapie, wenn man die Zeit dafür findet, da
kein operativer Eingriff vorgenommen werden muss.
Die Kasse zahlt Anschaffung des Heimgerätes von ca. 500
Euro.
Botulinumtoxin
Hierbei wird mit sehr feinen Nadeln Botoxin unter die Achselhöhlen
gespritzt. Botoxin blockiert die Nervenstimulation der Schweißdrüsen.
Nachteil:
Kassen bezahlen die Behandlungskosten von ca. 500 Euro in
der Regel nicht. Fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung
sprechen auf diese Behandlung nicht an, da sie Antikörper
gegen das Toxin besitzen. Für Hände und Füße ist die Therapie
nicht optimal geeignet.
Schwangere sollten darauf verzichten.
Behandlungsintervall:
Alle sechs bis zwölf Monate.
Bewertung Botolinumtoxin:
Eine sehr elegante Therapie für die Achselhöhlen:
Mit wenigen Stichen in vorher lokalisierte Stellen erledigt
man sich des Schwitzens für einen langen Zeitraum.
Dauer des Eingriffs: 20 Minuten.
Therapie-Kosten: 500 EUR
Absaugen der Schweißdrüsen (Liposuction)
Unter den Achselhöhlen werden die Schweißdrüsen
mit einer feinen Kanüle abgesaugt und im zweiten Durchgang
mit einer Art scharfem Löffel unter der Hautoberfläche
abgeschabt. Dabei werden auch die Nervenausläufer, die
die Schweißdrüsen versorgen, durchtrennt.
Bei diesem Eingriff werden etwa 80- 90 Prozent der
Schweißdrüsen entfernt.
Da nur sehr kleine Einschnitte gemacht werden,
gibt es keine entstellende Narben.
Man kann am nächsten Tag schon wieder ins Büro
und der Wundschmerz ist nach
dem zweiten Tag abgeklungen.
Bewertung:
Eine gute Therapie. Bei extremer Hyperhidrose kann es allerdings
notwendig sein, einen Teil des Gewebes herauszuschneiden.
Dauer: ca. 1 Std.
Therapie-Kosten: 1800 EUR
Endoskopische Thorakoskopische Symphatektomie (ETS)
Hierbei wird bei einer Operation der Sympathikus im Brustkorbbereich
durchtrennt. Diese Nervenstränge können dann keine
Impulse zur Schweißabsonderung an die Schweißdrüsen
mehr senden. Da der Eingriff mittels Endoskop durchgeführt
wird, ist die Belastung für den Patienten relativ gering.
Nachteil:
Allgemeine Operationsrisiken, da der Eingriff unter Vollnarkose
erfolgt.
Kompensatorisches Schwitzen, das heißt, der Körper
schwitzt bei körperlicher Anstrengung oder großer
Hitze an anderen Stellen mehr als zuvor.
Bewertung:
Unserer Meinung nach die beste Therapie für extremes
Schwitzen an Händen, Achseln und Gesicht (Hyperhidrose
der stärksten Form).
Vorausgesetzt, der Arzt hat genügend Erfahrung auf diesem
Gebiet.
Kasse: Wird zum Teil übernommen, ist im Einzelfall zu
klären.
Kosten: 3000 Euro zzgl. Krankenhausaufenthalt.
*Ärztekammer Hamburg
** Ärztekammer Schleswig- Holstein
Informieren Sie sich unverbindlich und
rufen Sie uns an unter
unser kostenlosen Rufnummer: 0800/ 22 66 555.
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